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QUE SERA von Dieter Fahrer
2003 / produziert von Balzli & Fahrer
Auf den ersten Blick scheint alles aufzugehen: Eine Kindertagesstätte
und ein Altersheim unter einem Dach – in der Schönegg in Bern ist
eine Utopie Alltag geworden. Diese Menschen haben Zeit, viel Zeit, auch füreinander.
Auf den zweiten Blick spürt man das Ringen um Würde. Dies macht die
filmische Begegnung mit diesen ausgegrenzten Menschen so berührend – erst
recht dort, wo alles Bemühen scheitert und gesellschaftliche Ohnmacht
zum Vorschein kommt. Es bleibt die Frage nach dem Wert des Lebens, dem Wert
eines Kinderlachens oder alter Hände, müde wie ein Herbstblatt. Das
Zusammenleben von alt und jung in der Schönegg ist nicht bloß ein
sozialpolitisches Experiment: in QUE SERA? wird es zur poetischen Metapher
für Tod und Wiedergeburt.
Doch der Film beschönigt nichts. Er kann diesen alten Menschen ihre Jugend
nicht zurückgeben, aber er kommt ihnen sehr nahe und gibt ihnen so ihre
Würde zurück. Er zeigt uns nicht einfach ein Altersheim. Er zeigt
uns Frau Fischer, Herrn Zürcher, Frau Suter und andere: ihre menschliche
Wärme, seine Gebrechlichkeit, ihren entwaffnenden Humor. Der Respekt vor
jedem dieser alten Menschen führt uns zum eigenen Respekt vor dem Alter
und zum Bewusstsein, was – viel schneller als uns vielleicht lieb sein
wird – auch auf uns zukommt.
QUE SERA? erhielt den Prix Suissimage/SSA
2004 als bester Schweizer Film.
Regie: Dieter Fahrer
Kamera: Dieter Fahrer, Peter Guyer
Ton: Balthasar Jucker
Schnitt: Maya Schmid
Produktion: Balzli & Fahrer Filmproduktion, Bern
Link: http://www.artfilm.ch/quesera.php?lang=d
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