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UN PETIT COIN DE PARADIS
von Jacqueline Veuve
2006 / produziert von Ps. productions, Vevey/Aquarius Film Production, Les monts-de Corsier/Recycled TV AG, Bern
„Wenn sich das alte Wallis mit der modernen Welt reibt“
Ossona ist ein kleines verlassenes Dorf in der Mitte des Kantons Wallis.
1968 hat die letzte Familie das Dorf verlassen. Seither war es nicht mehr bewohnt. Im Rahmen eines Wiederaufbauprojektes begegnen sich nun drei Generationen, welche aus diesem Geisterdorf ein Öko-Modelldorf machen wollen. Ziel ist es, einen neuen Lebensraum zu schaffen, wo Landwirtschaft, Natur und Tourismus harmonisch nebeneinander und miteinander funktionieren. Ossona ist ein Beispiel für konkrete und nachhaltige Entwicklung einer Bergregion.
Der rote Faden des Filmes ist der Wiederaufbau des Dorfes, das nur noch aus Ruinen besteht. Während den Renovations- und Aufbauarbeiten treffen Leute aufeinander, die aus ganz unterschiedlichen Generationen kommen und aus unterschiedlichen Beweggründen dort sind.
Eine Gruppe von Leuten hat bereits vor 10 Jahren begonnen, sich mit den Problemen der Landwirtschaft und den kleinen Bergtälern auseinander zu setzen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, trotz und mit wirtschaftlichen Zwängen eine andere Form von Entwicklung zu finden, als Skipisten zu bauen. Diese Gruppe besteht aus Gemeindepräsidenten, Landwirten, Städteplanern, Biologen, Geografen und Naturwissenschaftlern. Es sind die Initianten und Verantwortlichen für das Aufbauprojekt von Ossona.
Die zweite Gruppe sind ehemalige Einwohner des kleinen Dorfes. Sie sind zwischen 80 und 90 jährig und sind sozusagen Urwalliser.
Es sind Einheimische, die in einer weitgehend autarken Welt nach ihren eigenen Prinzipien leben. (die meisten von ihnen haben ihren Kanton nie verlassen und ergreifen jede Möglichkeit um Patois zu sprechen). Sie sind in Ossona geboren oder dort aufgewachsen bevor sie diesen Ort mit ihrer Familie verlassen haben.
Die Protagonisten der dritten Gruppe heissen Larose, Soufi, Pedro oder Valentin. Sie wurden in Haiti, in Marokko, in Portugal und in der Schweiz geboren und leben im Institut Don Bosco, einem Heim für Jugendliche mit Schwierigkeiten.
Es sind junge Menschen, Vertreter einer multikulturellen Schweiz. Ihr Hintergrund ist Immigration, Exil und Modernität, der wenig bis gar nichts mit der Welt der Walliserstadel und Bissen (Wasserkanäle) zu tun hat. Trotzdem kommen sie jede Woche nach Ossona und helfen beim Wiederaufbau der Häuser, Ställe und der Bewässerungssysteme tatkräftig mit. Sie verkörpern ein neues Wallis.
Was teilen diese Menschen aus verschiedenen Generationen, aus verschiedenen Kulturkreisen?
Was haben sie sich zu sagen?
Was können sie sich weitergeben?
Über die Wiedererstarkung des kulturellen Bewusstseins freuen sich die Verantwortlichen des Projektes und die Einheimischen. Welchen Sinn aber sehen die Stadtjugendlichen in einem solchen Projekt, die sich in einer Kultur von Rap, Fussball oder Playstation bewegen, was ist ihre Motivation?
Regie: Jacqueline Veuve
Kamera: Peter Guyer, Steff Bossert
Schnitt: Loredana Crstelli
Ton: Luc Yersin
Color Correction/Finishing: RecTv
Produktion: Ps.productions, Vevey, Aquarius Film, Les Monts-de Corsier, Recycled TV AG, Bern
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