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ZWERGE SPRENGEN von Christof Schertenleib
2009 / produziert von Fama Film
Der eine hat die Sicherheit gewählt, der andere das Risiko. Der eine hat seine Arztpraxis nur hundertachtzig Schritte neben dem elterlichen Pfarrhaus eröffnet, der andere zieht in der Welt herum und investiert in immer neue Unternehmungen. Eines aber hat sich für beide Brüder nie geändert: Am letzten Septembersonntag erscheinen Hannes und Thomas Schöni bei ihren Eltern in Rüegsau im unteren Emmental. Dann, einmal jährlich trifft sich die Familie Schöni im alten Pfarrhausgarten um gemeinsam Zwerge zu sprengen; um dabei gute Vorsätze zu fassen, die Familienrituale und harmonisches Beisammensein zu pflegen.
Das ist auch in diesem Herbst nicht anders. Anders hingegen ist, dass Hannes eine Fremde mitgebracht hat, die die Eintracht zu stören droht. Auch sonst scheint es bei einigen Mitgliedern der Familie unter der Oberfläche zu brodeln. Besonders bei den beiden Brüdern. Während der eine von seiner Lebenspartnerin rausgeschmissen worden ist und in Geldnöten steckt, steuert der andere auf eine Ehe- und Midlifekrise zu.
Erst nachdem die Fremde das Fest erzürnt verlässt, schmieden die Brüder wieder gemeinsame Pläne und wollen wie früher zusammenhalten. Thomas willigt ein, seinem Bruder mindestens hunderttausend Franken vorzustrecken. Damit will sich Hannes nicht nur aus der eigenen Not befreien, damit soll, so sein Plan, auch einer gemeinsamen alten Freundin geholfen werden.
Das erweist sich aber als gar nicht so einfach, führt zu ungeplanten Konflikten, ungewollten Disharmonien und schliesslich zu mehr als einem unschönen Abgang. Auch, aber nicht nur, wegen der alten Liebe der Brüder.
Es kommt so, wie es in der Familie Schöni immer wieder kommt und kommen muss. Ein Jahr später treffen sich Hannes und Thomas bei ihren Eltern im alten Pfarrhausgarten um gemeinsam Zwerge zu sprengen.
Regie: Christof Schertenleib
Kamera: Attila Boa
Ton: Peter von Siebenthal
Schnitt: Christian Iseli, Christof Schertenleib
Color Correction/Finishing: RecTv
Produktion: Rolf Schmid, Fama Film
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